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Dös bäuerliche Lebn, wos ois gebn hot…
Maria Lichtmess und da Blosntog, dös woan früha „kirchliche Bauernfeita“. Heitzutog hot sie ois vaändat und da Bauernstaund hot in unsan Laund, irgend wia on Wertigkeit valorn. Früha, der Begriff is dehnboa, hot ma laundwirtschoftlich mit Rössa gwerkt und Räucher- Kerznrituale hots gebn. Zu Lichtmess, woa füa Dienstbotn a Wendetog, zwegn an neichn Oawatsplotz im Lebn.

Verkleidung und Schabernack woa a Oblenkung van Oittog:„ Ohne Fasnocht und Norrnspü, gibts im Feba nit recht vü“, dös woa da Spruch.
Schnops brenna woa a Monna Oawat, genauso haums Besn bundn und Schaffi gmocht. D´ Weiwaleit - so hot ma Fraun gnennt, haum Flochs brechlt, Schofwoi gspunna, gstrickt, Kortn gspüt, Gstanzl gsunga, taunzt ban Rockasitz, lusti a da hintagründige Witz.
D´ Fostnzeit woa recht moga, ´s Kircha geh und beichtn recht wichti, jeda hot auf sei Seelheil gschaut! In dö Wintamonat hot ma Sau ogschtocha, dös bäuerliche Traditionsfest hot oft an gonzn Tog dauert, dazua hots Tee mit Rum und bochani Schiftl gebn. Gmiatlichkeit und Nochborschoftshüf mit vü Zeit söbstvaständli, owa ois ohni Göd. Jo, dös woan nu Zeitn…
Hiatzt erwocht d´ Natur van Winterschlof, da Tog wiad länga, d´ Vogal sand exelente Sänga, dö erstn Bluman vaschönan en Roha, da Gärtna hot mit Neupflaunzung zan toa. D´ Lostog haum d´ Leit begleit, an Wettabericht hots nit gebn, noch da Natur hot ma ´s Lebn ausgricht.
Bauernregeln aus dem Buch; Im Wandel des Jahres: Is za Liachtmess kloa und hö, kimmt da Lenz nit so schö. Hots in da Mariennocht gfreat, tuats ös 40 moi nu mit da Erd´. Mattheis, brichts Eis. Is zu Josefi klor, gibt’s a bsondas Honigjohr. Wos da März nit wü, hoit si da Aprü und laung Schnee im März, bricht dem Korn dös Herz. Märznfloh, mocht den Bauern froh. St. Georg  zoagt oa, ob er aussäen ko. Zu St. Markus soin d´ Buchn grea werdn. Is da Aprü worm mit Regn, kimmts den Schneckn gelegn. Da Greadonnerstog is weiß, do wiad da Summa heiß. Im Aprü, woun d´ Maikäfa schwirrn, werns im Mai erfrian. Zeichn füa Fruchtborkeit, is Osterei.
Waun dö Texte a Erinnerung on ´s frühare Lebn gweckt haum, daun gfreits mi.
I wünsch´ uns a lustigi Foschingszeit, a Umdenga beim fostn und a „Oapecka“ mit Sinn und an tiafn Osterfriedn!
Margarete Sickinger